Flight-Report (Bilder weiter unten)
31.08.2003,
3.10 Uhr „Wake up!“
Aufstehen, Wecker klingelt. Raus aus den Federn, frühstücken und dann ins Auto Richtung Nürnberg. Nach zwei Stunden Schlaf aber trotzdem überraschend wach, aber unüberrascht aufgeregt wegen dem Bevorstehenden.
4.00 Uhr „Ready for departure“
Haltestelle Reutleser Weg, warten auf den Shuttlebus. Punkt vier Uhr trifft er ein, kurze Unterhaltung, dann geht’s los, erst auf Richtung Ingolstadt.
5.00 Uhr „Zwischenstop“
Ingolstadt, Hauptbahnhof. Sohn mit Mutter steigen zu, jetzt sind alle komplett. Es geht wieder auf die Autobahn Richtung München, Salzburg.
7.45 Uhr „Arrived“
Zell am See, ca. 60 Kilometer süd-süd-westlich von Salzburg. Nach fast vier Stunden fahrt, meist durch strömenden Regen und Nebelschwaden an unserem Zielort, dem Flugplatz von Zell am See angekommen.
Die Fahrt war angenehm, gut durchgekommen, halb gedöst.
8.00 Uhr „Welcome“
Wir betreten das Flugplatzgebäude in Zell am See, während es draußen immer noch regnet wie aus Eimern und die Sicht vielleicht zwischen einem und 3 Kilometern beträgt. Sieht schlecht aus...
8.15 Uhr „Welcome in Zell, Mr Schwanitz“
Unser Pilot kommt gut gelaunt ins Flugplatzhäuschen, wir begrüßen ihn und er berichtet uns, wie’s aussieht: „Ich hab vorhin mal mit dem Wetter geredet, also vor Mittag wird’s nicht besser, da können wir nicht fliegen. Spätestens halb zehn muss ich mich entscheiden, ob ich flieg oder fahr, damit ich um eins oben bin!“
Als sich allgemeiner Pessimismus breit gemacht hatte, setzten wir uns alle ins Café und tranken einen Kaffee. IFR geht nicht, dazu braucht man erstens zwei Piloten und zweitens ist das hier kein IFR-Flugplatz. Also, wenn sich das Wetter nicht deutlich ändert, können wir mit dem Auto wieder zurück... Scheiße!
8.45 Uhr „Nix geht?“
„Wollen wir ihn uns mal anschauen?“. Wir gingen in Halle 3, wo er blankpoliert stand: Der Medicopter 117 aus der gleichnamigen Serie. Eine BK 117-B2 ’’D-HEOE’’. „So, jetzt macht mal ein paar Fotos damit ihr ihn wenigstens gesehen habt!“, sagte der Pilot. Damit war dann so ziemlich jegliche noch da gewesene Hoffung gestorben und immer wieder nervöse Blicke nach außen verhießen auch nichts Gutes...
9.00 Uhr „Wird’s noch?“
Mit einem Mitarbeiter vom Flughafen stand unser Pilot an einer großen VFR-Karte in einem Nebenraum und fuhr mit dem Finger auf der Karte entlang. Ausweichroute? Ein paar Minuten später sagte unser Pilot dann, dass wir’s versuchen können und notfalls wieder umkehren müssten. Naja, besser als gleich wieder heim zu fahren.... Er ging zum Hangar, zog die BK117-B2 raus auf’s Vorfeld und schaltete die Strobes an. Storbes heißt normalerweise Turbinenstart, aber wir waren noch alle im Terminal, oder besser gesagt in der Flughafen-„Hütte“. „Will der’s jetzt erst mal alleine probieren?“.
Trotzdem zogen wir schon einmal die Lose für die Sitzplätze: Ich hab Mitte hinten gezogen und ärgerte mich schwarz über einen so schlechten Platz. Ich wollte mit noch jemandem tauschen, damit er neben seiner Mutter sitzen konnte, beinahe hätte es funktioniert, aber er hat dann letztendlich doch abgelehnt.
9.15 Uhr „Get out of there“
Endlich das Zeichen des Piloten, wir sollen rauskommen. „Wenn der einmal in der Luft ist, kehrt der nicht mehr um...“, dachten wir uns über unseren „draufgängerischen“ Piloten, obwohl er gesagt hatte, er wolle morgen nicht in der Zeitung stehen.
Als dann „boarding completed“ war, freute ich mich doch über meinen Platz: Ich konnte nach rechts und links herausfotographieren, somit konnte ich weniger verpassen als wenn ich auf einer Seite gesessen wäre.
Gepäck war verstaut, die Kameras bereit zum knipsen und zum filmen und alle waren angeschnallt und das Intercom wurde überprüft.
9.30 Uhr „Ready for take off“
Die Spannung und gleichzeitig Freude wuchs. Würden wir durch die Berge kommen bis nach Nürnberg oder müssten wir wieder umdrehen?
Endlich airborne, kribbeln im Magen, einmal mit einer BK117 fliegen, mit dem echten Dreh-Medicopter! Immer haben wir in den Himmelgeschaut und uns gewünscht, im Heli drinzusitzen und endlich haben wir einmal die Gelegenheit.
10.00 Uhr
Endlich, die - eigentlich ganz lustige - Spannung war überwältigt, wir waren über die Berge „straight to Nuremberg“.
Als sich der Himmel über Ingolstadt schon sehr zuzog und man nur noch wenig sicht hatte, sagte unser Pilot: „Jeder normale würde jetzt nicht mehr fliegen!“.
Der restliche Flug verlief dann sehr unspektakulär, oder besser gesagt unbeschreiblich schön... Über München begegnete und Christoph 1 und im Hubschrauber wurden während des ganzen Fluges nur wenige Worte gewechselt: Beeindrucken...
Das Cockpit
Das machte uns Probleme, obwohl es überwältigend aussah...
Der Zeller See
Ein Steinbruch bei Sankt Johann. Hier ist einem Freund das Auto gefreckt ;-)
Irgend ein alter Flugplatz
Die alten Werkshallen von MBB in Ottobrunn
Was bitte ist das? War bei Ingolstadt...
Ein hässlicher Teil der Stadt München
Das Deutsche Museum
Das Münchner Olympia-Gelände
Über München, keine Ahnung was das war...
Weiß jemand was das ist? Liegt in der nähe von Ingolstadt...
Müsste das Freibad von Lauf sein
Sollte der Rother See sein
Der Rhein-Main-Donau-Kanal
Frankenstadion
Nürnberg City
Zeppelin-Feld
Der Business-Tower in Nürnberg
Volksfest, wenig los...
Nochmal Volksfest
Links im Bild die Sebalduskirche
Nürnberg Airport: